Edelopal

Schwarzopal, Milchopal, Feueropal, Kristallopal.

Synthetische Opale und Opal-Imitationen.

Wissenswerte Informationen über den Edelopal

Opal - Natürlicher Edelopal, Opalsynthesen und Opal-Imitationen Edelopale aus Äthiopien
Opal aus Äthiopien

Opal aus Äthiopien, milchigweißer Hydrophan

Opal aus Äthiopien mit Farbspiel

Edelopal aus Äthiopien mit einem ungewöhnlichen Muster, dem "Snake Skin Pattern"

Opal aus Wollo/Äthiopien

Ein in Tropfenform geschliffener Opal aus Äthiopien

Äthiopische Opale

Eine farbenprächtige Vielfalt

Häufig ist zu lesen, dass die Opale aus Äthiopien neuen Fundstellen entstammen. Dass dies angezweifelt werden kann, ist verschiedenen Veröffentlichungen zu entnehmen, die darauf hinweisen, dass Opal in Form von Artefakten bereits im Jahre 1938 von dem Archäologen/Anthropologen Dr. Louis Leakey beschrieben worden sind. Hier eine kurze Erwähnung im "Minerals Yearbook" von 1939, Seite 1394:

"Opal artefacts and jade and crystal beads were found in a cave near Nakuru, Kenya, by Dr. L. S. B. Leakey, the distinguished archaeologist.
The objects are believed to date from about 4,000 B.C. Dr. Leakey believes there were important opal mines in the vicinity."

Auch wenn (bisher) keine Opale aus Kenia bekannt sind und auch aus der Textstelle nicht hervorgeht, ob es sich um Edelopal oder um "Gemeinen Opal" ohne Farbspiel gehandelt hat, scheint mit der Datierung auf "4,000 B.C." doch eines offensichtlich: Opale waren in Afrika weitaus früher bekannt als in Australien.

Viel interessanter als die Datierung oder die tatsächliche Herkunft der in Kenia gefundenen Opale ist jedoch die Tatsache, dass die Opale aus Äthiopien die Welt der Edelsteine nun mit einer enormen Vielfalt bereichern:

Mit den Opalen weißer Grundfarbe (Milchopal), orange-roten Feueropalen und transparenten Kristallopalen und den kürzlich beschriebenen Schwarzopalen sind sämtliche Opal-Varietäten vertreten.
Hinweis: Häufig werden die schokoladenbraunen Opale fälschlicherweise als Schwarzopal angeboten und die Schwarzopale, die bei erster Betrachtung tatsächlich als solche einzuordnen wären, stellen sich als durch Rauch gefärbte, ursprünglich helle Opale heraus.

Auch der Umfang an Farben im Farbspiel der äthiopischen Opale ist beeindruckend. Neben Opalen mit dominantem blau-grünen Farbspiel sind orange-rote Farbtöne doch deutlich häufiger als z.B. an australischen Opalen zu beobachten.

Äthiopische Opale

Farbspiel in sämtlichen Opal-Varietäten

Einige Opale aus Äthiopien zeigen darüber hinaus ein spezielles Muster im Farbspiel - das sogenannte "honey-comb pattern", gelegentlich auch als leopard- oder snake-skin pattern bezeichnet. Rechts ein Bild eines Opals mit diesem Muster im Farbspiel unter verschiedenen Beleuchtungswinkeln (Opal zur Verfügung gestellt von M. Weinz, Opal Schmuckhaus - Kirschweiler):

Die Ergründung möglicher Ursachen für dieses Muster war bereits Gegenstand einer Veröffentlichung: On the Origin of Digit Patterns in Gem Opal
(Gems & Gemology, Fall 2013, Vol. 49, No. 3)

Auch Contra-Luz-Opale, die ein Farbspiel nur in Transmission (im Gegenlicht) oder bei streifendem Einfall des Lichts zeigen, kommen in Äthiopien vor.

Andere, wirklich außergewöhnliche Opale sind die achatisierten Opale aus Mezezo (agatized opals).

Die Menge der mittlerweile in Äthiopien geförderten Opale ist dermaßen gestiegen, dass in Übereinstimmung mit P. Blythe, einem australischen Opalhändler gesagt werden muss:

"People in our industry must stop using the line “Australia produces 95% of the world’s opal” This is simply no longer true."

Bezüglich der ungeheuren Mengen an Opal aus Äthiopien wurde 2013 von Eyassu Bekele in dem ICA Bericht "Report on Ethiopian Opal" mitgeteilt:

"The Office of Delanta Woreda Water Resource, Energy and Mines in Wegeltena released that the production of precious opal was 15 tons two years ago and 25 tons last year. In May 2013, 20 mining cooperatives count more than 4000 registered miners. In June 2011, the Ministry of Mines released that Ethiopia exported 14000 kg of opal over 11 months to 27 countries."

Opal aus Äthiopien

Opal aus Äthiopien mit besonderem Muster (Snake Skin) unter verschiedenen Beleuchtungsrichtungen

Contra-Luz-Opal aus Äthiopien

Äthiopischer Contra-Luz-Opal

Opalvorkommen in Äthiopien

Auf Basis einer Karte (Geological Survey of Ethiopia) wurden hier die Vorkommen von Opalen in Mezezo und Wegel Tena eingetragen

Literatur.

[1] Kiefert, L. et al. (2014): New Deposit of Black Opal from Ethiopia, Gems & Gemology, Winter 2014, Vol. 50, No. 4.

[2] Rondeau et al. (2013): On the Origin of Digit Patterns in Gem Opal, Gems & Gemology, Fall 2013, Vol. 49, No. 3.

[3] Rondeau et al. (2012): Geochemical and petrological characterization of gem opals from Wegel Tena, Wollo, Ethiopia: opal formation in an Oligocene soil, Geochemistry: Exploration, Environment, Analysis, Vol. 12. No. 2.

[4] Milisenda, C., Henn, U. (2012): Einige Besonderheiten der Opale aus Äthiopien (Some pecularities of opals from Ethiopia), Zeitschrift der Deutschen Gemmologischen Gesellschaft, 61/1-2, pp. 43-54.

[5] Rondeau et al. (2011): Opal: the craze for stability, InColor Magazine, Winter 2011, No. 4, pp.42-45.

[6] Renfro, N., McClure, S. F. (2011): Dyed Purple Hydrophane Opal, Gems & Gemology, Winter 2011, Vol. 47, No. 4.

[7] Williams B., Williams C. (2011): Smoke treatment in Wollo opal.

[8] Rondeau et al. (2011): Wollo Opals - A Powerful Source from Ethiopia, InColor Magazine, Summer 2011, pp. 24-35.

[9] Rondeau et al. (2011): Sugar-acid treatment of opal from Wollo, Ethiopia, Gems & Gemology, Vol. 47, No. 4, pp. 333-334.

[10] Rondeau et al. (2010): Play-of-Color Opal from Wegel Tena, Wollo Province, Ethiopia, Gems & Gemology, Summer 2010, Volume 46, No. 2.

[11] Johnson, M. L. et al. (1996): Opal from the Shewa Province, Ethiopia, Gems & Gemology, Summer 1996, Vol. 32, No. 2.

Edelopal - Kristallopal, Milchopal, Feueropal, Schwarzopal.