Edelopal

Schwarzopal, Milchopal, Feueropal, Kristallopal.

Synthetische Opale und Opal-Imitationen.

Wissenswerte Informationen über den Edelopal

Opal - Natürlicher Edelopal, Opalsynthesen und Opal-Imitationen Allgemeine Informationen
Struktur des Edelopals

Dichtestgepackte Kugeln

Ein richtungsabhängiges Farbspiel

Der Edelopal ist das einzige natürlich vorkommende Mineral mit einem dreidimensional-periodischen Aufbau aus röntgenamorphen Partikeln kugeliger Form und gleicher Größe.

Die Partikeldurchmesser liegen im Bereich von ca. 250 - 500 Nanometern.
Die Kügelchen bestehen aus Silica, wobei sich an deren Oberfläche, in den Poren und in den Hohlräumen zwischen den Partikeln Wasser in variierendem Anteil befindet.
Als chemische Formel wird die Zusammensetzung des Opals daher mit SiO2 • nH2O angegeben.

Die periodische Ordnung der Partikel lässt sich als eine Dichtestpackung von Kugeln beschreiben, wobei die (auch mathematisch bewiesene) Raumerfüllung 74% beträgt.
Die Hohlräume zwischen den Partikeln können leer, oder teilweise bzw. vollständig mit Silica gefüllt sein.
Die periodische Anordnung der Silica-Partikel ist auch der Grund für das faszinierende Farbspiel der Edelopale

Mit Farbspiel? Oder ein gemeiner Opal?

Edelopal oder Potch?

Sind die Partikel unregelmäßig geformt und/oder unregelmäßig angeordnet, oder wird bei gleicher Größe und trotz Dichtestpackung der Partikel keine Beugung im Wellenlängenbereich des sichtbaren Lichts verursacht, so ist kein Farbspiel zu beobachten.
Derartige Opale werden als "Gemeiner Opal" oder auch "Potch" bezeichnet.

Das rechtsstehende Bild ist eine rasterelektronenmokroskopische Aufnahme von Opal ohne Farbspiel (Potch aus Australien). Es wurde von Erik Wollaert angefertigt und ist Bestandteil seiner Arbeit "Karakterising van Edelsteenopaal".

Weitere elektronenmikroskopische Aufnahmen von Edelopal und Potch werden in der Galerie "Opal - REM-Aufnahmen" präsentiert.

Opal - Rasterelektronenmikroskop

Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme von Opal ohne Farbspiel (Erik Wollaert)

Opal - Eigenschaften

Opal - Physikalische und chemische Eigenschaften

Edelopal - Röntgenamorph und Lichtkristallin
  • Chemische Zusammensetzung: SiO2 • nH2O
  • Struktur: röntgen-amorph, aber licht-kristallin
  • Wassergehalt: bis zu 25% (je nach Herkunft u. Behandlung)
  • Dichte: 1,9 - 2,2 g/cm³
  • Härte: 5,5 - 6,5 (Mohs'sche Härteskala)
  • Brechungsindex n (Lichtbrechung): 1,36 - 1,45 (abhängig von Porosität u. Wassergehalt)
  • Bruch: muschelig
  • Optische Aktivität: optisch isotrop - Volumenmaterial / pseudo-doppelbrechend in dünnen Schichten

Edelopal - Klassifizierung & Graduierung

Farbspiel, Muster, Körperfarbe und Transparenz

Die Klassifizierung des Edelopals erfolgt mittlerweile sehr detailliert und umfasst neben den Opal-Grundtypen auch die Körperfarbe, Transparenz und Behandlungen.
Diesbezüglich veröffentlichte A. Smallwood einen Artikel mit dem Titel "A New Era for Opal Nomenclature".
Diesen Artikel und weitere Veröffentlichungen zum Thema Opal finden Sie auf der informativen Seite von "Opals Information".

Einzelheiten zur Opal-Bewertung finden auch auch auf der Seite der "Opal Association":
"New Opal Nomenclature".
Nebenstehendes Bild zur Beurteilung der Körperfarbe von Opalen ist Bestandteil eines Posters, ebenfalls von der "Opal Association" herausgegeben.

Bewertungskriterien für Opale werden darüber hinaus in einem von der GIA (Gemological Institute of America) erstellten Dokument aufgelistet: "Opal Quality Factors".

Opal - Klassifizierung

Körperfarbe von Opalen (Quelle: Opal Association)

Edelopal - Kristallopal, Milchopal, Feueropal, Schwarzopal.